ABO+2019-06-04 09:04

Entlassener Herzchirurg ist seit 60 Tagen im Hungerstreik

Nach dem Eklat am Zürcher Kinderspital kämpft ein Arzt um seinen Ruf. Ein Arbeitsprotokoll und Aussagen von Eltern bringen neue Details ans Licht.

In der Personalakte von A. S. findet sich kein einziger Vermerk in Bezug auf sein Leistungsverhalten. Foto: Dominique Meienberg

In der Personalakte von A. S. findet sich kein einziger Vermerk in Bezug auf sein Leistungsverhalten. Foto: Dominique Meienberg

Anfang April reichte ein entlassener Arzt der Herzchirurgie am Kinderspital Zürich gegen drei leitende Ärzte des Kispi eine Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede ein und kündigte einen Hungerstreik an. Mittlerweile sind über 60 Tage verstrichen, und der entlassene Arzt A. S. befindet sich noch immer im Hungerstreik. Er hat massiv abgenommen, sein Immunsystem schwächelt, und die Nieren machen Probleme. Aber er will den Hungerstreik fortführen – bis seine Reputation wiederhergestellt ist.