2018-02-21 11:08

Polizei bestätigt: «Pink Panther» sitzen in Zürcher Gefängnissen

Weil die Strafuntersuchung zu den im Tessin verhafteten «Pink-Panther»-Räubern von den Zürcher Behörden geführt wird, wurden diese nach Zürich überführt.

Ohne Kontrolle kein Zugang: Der Eingang wird von schwer bewaffneten Polizisten bewacht.

Ohne Kontrolle kein Zugang: Der Eingang wird von schwer bewaffneten Polizisten bewacht.

(Bild: Werner Schüepp)

Es war ein ungewohntes Bild, das sich gestern beim Zürcher Kasernenareal bot: Schwer bewaffnete Polizisten in Vollmontur sicherten das Gelände von Kantonspolizei und Polizeigefängnis ab.

Heute bestätigen die Kantonspolizei Zürich und die Oberstaatsanwaltschaft, was der «Tages-Anzeiger» bereits gestern gemeldet hatte: Anlass für die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen war die Überstellung von Räubern der so genannten «Pink-Panther»-Bande nach Zürich.

Die Kantonspolizei Zürich und die Zürcher Staatsanwaltschaft II seien «massgebend daran beteiligt» gewesen, dass am vergangenen Montag vier mutmassliche Straftäter kurz vor der Begehung eines Raubüberfalls in Lugano festgenommen werden konnten, schreiben Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Im Anschluss daran seien die Verhafteten in den Kanton Zürich gebracht worden.

In Untersuchungshaft

«Strafuntersuchungen im Zusammenhang mit Raubüberfällen auf Bijouterien werden schwerpunktmässig durch die spezialisierte Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich und die Kantonspolizei Zürich geführt», heisst es in der Mitteilung. Im Rahmen der Ermittlungen zu anderen derartigen Raubüberfällen hätten sie gemeinsam ein Verfahren gegen mehrere Zielpersonen gestartet. Dieses habe am Montag – dank enger Zusammenarbeit mit den Tessiner Behörden – zu den Verhaftungen in Lugano geführt. «Die Staatsanwaltschaft II und die Kantonspolizei bleiben für die Weiterführung der Untersuchung zuständig, weshalb die vier Verhafteten nach Zürich überführt wurden.»

Mittlerweile seien die Verhafteten auf verschiedene Gefängnisse verteilt worden. Der zuständige Staatsanwalt habe gestern für alle vier Beschuldigten beim Zwangsmassnahmengericht die Anordnung der Untersuchungshaft beantragt.

Aufgrund der Einschätzung der Sicherheitslage sei die Polizeipräsenz im Umfeld Kaserne/Polizeigefängnis vorübergehend erhöht worden.

han