ABO+2019-11-08 11:00

«Achtung: Lebensgefahr»: Als Bruno Manser seine Giftpfeile suchte

Vor 20 Jahren versetzte der Regenwaldschützer Zürich in Aufregung – ihm waren in Dietlikon tödliche Pfeile abhandengekommen.

Bruno Manser hat diese Zeichnung für die Polizei Bülach erstellt. Sie zeigt die Gegenstände, die ihm abhandengekommen waren. Foto: Andrea Zahler, Dokument: Bruno Manser Fonds

Bruno Manser hat diese Zeichnung für die Polizei Bülach erstellt. Sie zeigt die Gegenstände, die ihm abhandengekommen waren. Foto: Andrea Zahler, Dokument: Bruno Manser Fonds

Der Aufruf von Bruno Manser war dramatisch: «Achtung: Schon bei geringfügiger Verletzung besteht Lebensgefahr!» Das Gift an den rund 100 Pfeilen, die dem Regenwaldschützer am 6. Juli 1999 beim Bahnhof Dietlikon abhandengekommen waren, hätte innert kürzester Zeit tödlich wirken können. 5 bis 60 Minuten dauere es, bis man sterbe, schrieb er in der Vermisstenanzeige, die er am 8. Juli an Herrn Wettstein vom Polizeiposten Dietlikon schickte.