2019-08-12 23:16

Bolton verspricht London rasches Handelsabkommen

Der US-Sicherheitsberater hat Boris Johnson zu Gesprächen in London getroffen. Die Krise im Iran und der Brexit standen dabei im Zentrum.

Im Zeichen des Brexit: John Bolton zeigt Verständnis für den britischen Premier. (12. August 2019) Foto: Peter Nicholls/Reuters

Im Zeichen des Brexit: John Bolton zeigt Verständnis für den britischen Premier. (12. August 2019) Foto: Peter Nicholls/Reuters

John Bolton hat mit Blick auf ein mögliches Handelsabkommen mit Grossbritannien nach dem Brexit ein «sehr schnelles» Vorgehen Washingtons angekündigt. «Wir wollen sehr schnell loslegen», sagte Bolton nach einem Treffen mit dem neuen britischen Premierminister Boris Johnson am Montag in London.

Bolton ist der bisher ranghöchste Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump, den Johnson seit seinem Amtsantritt am 24. Juli getroffen hat. Neben einem Handelsabkommen besprachen die beiden Politiker Sicherheitsthemen wie die Krise in der Golfregion und Londons Entscheidung, ob der chinesische Technologiekonzern Huawei beim Aufbau eines 5G-Netzwerkes in Grossbritannien eingebunden wird.

Die US-Regierung habe aber «völliges Verständnis dafür, dass die Regierung des Vereinigten Königreichs in den nächsten Tagen einzig auf das Brexit-Thema konzentriert ist», sagte Bolton. Es werde noch genug Zeit zum Reden geben.

Johnson hatte angekündigt, die EU in jedem Fall spätestens am 31. Oktober verlassen zu wollen - ob mit Austrittsabkommen oder ohne.

Bolton ist der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump und eine einflussreiche Figur in der US-Regierung. Britischen und US-Medienberichten zufolge sollte er in London auch mit weiteren Regierungsvertretern zusammenkommen, unter anderen mit Finanzminister Sajid Javid und dem Brexit-Minister Stephen Barclay.

Trump hatte dem neuen britischen Regierungschef Ende Juli eine glänzende Zukunft als Premier vorhergesagt und London ein «sehr umfangreiches» Handelsabkommen für die Zeit nach Grossbritanniens EU-Austritt in Aussicht gestellt.

sda