ABO+2019-03-15 15:12

«Spotify verdient nichts»

Wer verdient im Musikgeschäft das Geld? Warum bleibt für die Musiker so wenig übrig? Konzertagent Berthold Seliger hat die Antworten.

An der Musik verdienen vor allem die Ticketing-Firmen: Sängerin Bebe Rexha bei einem Auftritt in Los Angeles.

An der Musik verdienen vor allem die Ticketing-Firmen: Sängerin Bebe Rexha bei einem Auftritt in Los Angeles.

(Bild: Keystone)

  • Ane Hebeisen

    Ane Hebeisen

Herr Seliger, was würden Sie jemandem raten, der Popmusiker werden möchte?
Viel Glück. Es ist sicher eine schöne Berufswahl. Geld verdienen wird man damit jedoch in aller Regel nicht.

Wo in der Verwertungskette sitzen denn die Profiteure?
Natürlich verdienen die Rechteinhaber, also die Verwertungsindustrie, am meisten Geld mit dem geringsten Aufwand. Die haben sich über die Jahre einen riesigen Back-Katalog angelegt, den sie jetzt zu Geld machen. Man sieht das wunderbar am Streaming: Spotify verdient offenbar nichts, die Künstler verdienen sehr wenig, und die Plattenfirmen verzeichnen plötzlich Gewinne wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.

Der Insider   

<i>Foto: Matthias Reichelt</i></p><p>Berthold Seliger, Konzertagent und Autor, lebt in Berlin. Er vertritt Künstler wie Patti Smith oder Rufus Wainwright. Zu Seligers erfolgreichsten Büchern zählen «Das Geschäft mit der Musik– Ein Insiderbericht» (2013) und «Klassikkampf»(2017) über die Missstände in der klassischen Musik. Im Mai erscheint das Buch «Vom Imperiengeschäft», in welchem Seliger aufzeigt, wie Grosskonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören. Im Rahmen des M4Music-Festivals hält er ein Referat zum Thema «Monopoly im globalen Konzertgeschäft». <i>(ane)</i></p><p><i>Samstag, 16.3., 14.45 Uhr, Schiffbau, Zürich</i>
<i>Foto: Matthias Reichelt</i></p><p>Berthold Seliger, Konzertagent und Autor, lebt in Berlin. Er vertritt Künstler wie Patti Smith oder Rufus Wainwright. Zu Seligers erfolgreichsten Büchern zählen «Das Geschäft mit der Musik– Ein Insiderbericht» (2013) und «Klassikkampf»(2017) über die Missstände in der klassischen Musik. Im Mai erscheint das Buch «Vom Imperiengeschäft», in welchem Seliger aufzeigt, wie Grosskonzerne die kulturelle Vielfalt zerstören. Im Rahmen des M4Music-Festivals hält er ein Referat zum Thema «Monopoly im globalen Konzertgeschäft». <i>(ane)</i></p><p><i>Samstag, 16.3., 14.45 Uhr, Schiffbau, Zürich</i>