ABO+2018-10-27 23:01

«Es gibt die Momente, in denen ich fliege»

Triathlon-Weltmeisterin Daniela Ryf über ihre Motivation, das Leiden und das Überholen von Hobbyathleten.

«Ich glaube schon, dass noch mehr in mir steckt»: Daniela Ryf. Foto: Thomas Egli

«Ich glaube schon, dass noch mehr in mir steckt»: Daniela Ryf. Foto: Thomas Egli

Daniela Ryf rastet nie – eigentlich. Die Triathletin trainiert für ihr ­Leben gern, neben ihrem enormen Talent für den Ausdauer-Dreikampf hat sie auch diese Eigenschaft an die Spitze ihrer Sportart gebracht. Vor zwei Wochen wurde sie auf Hawaii zum vierten Mal Ironman-Weltmeisterin. In 8:26 Stunden schwamm sie 3,8 Kilo­meter, fuhr mit dem Rad 180 Kilometer – mit durchschnittlich über 40 km/h! – und lief einen Marathon von 42 Kilometern. Noch nie legte eine Frau die Strecke auf Big Island schneller zurück als die 31-jährige Solothurnerin. Nun kehrte sie zurück in die Schweiz, nach fast komplett sportabstinenten 14 Tagen – nur zweimal war sie 15 Minuten gejoggt. Das änderte sich zu Hause rasch: Das erste Bild, das sie in den sozialen Medien nach ihrer Rückkehr veröffentlichte, zeigte ihr Rennvelo auf einer Sonnenuntergangsausfahrt.