2019-08-24 20:28

Liverpool dominiert Arsenal klar

Der Champions-League-Sieger besiegt die Londoner vor eigenem Anhang 3:1. Manchester United verliert derweil in der Nachspielzeit zuhause gegen Crystal Palace.

Mo Salah lässt sich von den Mitspielern feiern.

Mo Salah lässt sich von den Mitspielern feiern.

(Bild: Keystone Rui Vieira)

Es dauerte ein wenig, bis die Liverpooler Tormaschine Betriebstemperatur erreichte. Erst kurz vor der Pause erzielte Matip den Führungstreffer, die Restspannung überdauerte die Halbzeitpause aber nicht lange. Zuerst verwertete Mo Salah einen Penalty, den David Luiz mit einem Zerren an ihm selber verwertet hatte, wenig später war es wieder der pfeilschnelle Ägypter, der mit einem ballistischen Kunstwerk zum 3:0 traf. Lucas Torreiras 1:3 in der 84. Minute war nicht mehr als Resultatkosmetik. Für Liverpool war es ein klitzekleiner Makel: Auch im dritten Saisonspiel blieben sie nicht ohne Gegentor.

Es war der Spitzenkampf der dritten Runde, beide Teams hatten ihre beiden ersten Meisterschaftsspiele gewonnen, und führten die Rangliste an. Der Klassenunterschied in Anfield war aber doch respektabel, das Schussverhältnis betrug 25:9 für das Team von Jürgen Klopp.

Ungemütlich ist die Situation weiterhin für Xherdan Shaqiri. Der Schweizer Nationalspieler versauerte trotz des klaren Spielstandes bis zuletzt einmal mehr auf der Ersatzbank, seine Wechselgelüste dürften damit weiter befeuert werden. Granit Xhaka dürfte sich aufgrund der Niederlage nur ungleich besser gefühlt haben als sein Kumpel, obwohl er Arsenal als Captain auf den Platz führte und durchspielte. Für Arsenal geht damit das Warten weiter: Seit 7 Jahren haben sie beim LFC nicht mehr gewonnen, insgesamt gab es seit 9 Partien gegen die Reds keinen Vollerfolg mehr.

Turbulente Schlussphase in Manchester

Plötzlich wurde es ganz ruhig in Manchester. Die United war in einer Sturm-und-Drang-Phase und strebte gegen Crystal Palace vehement den Siegestreffer in der Nachspielzeit an, da kam der Ball zu Patrick van Aanholt und dieser bezwang David De Gea zum 1:2. «Ein Goalie vom Format De Geas sollte diesen Ball halten», sagte der frühere Nationalspieler Chris Waddle auf «BBC Radio 5 Live». Erst fünf Minuten vorher hatte Daniel James den Ausgleich erzielt.

Schon vorher war die Partie nicht für Manchester United gelaufen. 15:1 lautete das Schussverhältnis für die «Red Devils», aber das Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Roy Hodgson führte im Old Trafford 1:0. Nach einem Foul an Scott McTominay kam aber die goldene Chance für Marcus Rashford mittels Foulpenalty. Der Offensivmann setzte den Ball aber an den Pfosten und erschwerte so die Aufgabe zusätzlich. Bereits am letzten Montag hatte Paul Pogba beim 1:1 gegen Wolverhampton einen Elfmeter verschossen.

Chelsea erstmals siegreich

Chelsea siegte bei Aufsteiger Norwich 3:2, Tammy Abraham war mit einem Doppelschlag massgeblich am ersten Sieg unter Trainer Frank Lampard beteiligt. Der neue Mann setzt vermehrt auf die Jugend: Das Durchschnittsalter der Startelf der «Blues» lag bei 24 Jahren und 208 Tagen, so tief wie nie mehr seit Februar 1994.

Erneut in Torlaune war bei Norwich Teemu Pukki, der auch im dritten Spiel der Saison traf, nunmehr hat der Finne bereits fünf Tore erzielt. Einen solchen Wert hatte bisher in der Premier League einzig Pawel Pogrebnyak erreicht. Bei Norwich sass Timm Klose auf der Ersatzbank, Josip Drmic stand nicht im Aufgebot.

(mke)

mke