ABO+2019-04-15 08:18

Kommandant wird versetzt, den 300'000-Franken-Lohn behält er

Nach einer Spesenaffäre in der Armee geht der Ausbildungschef nach Washington. Dort verdient er mehr als sein Vorgesetzter.

Korpskommandant Daniel Baumgartner verlässt die Armee und fliegt als Verteidigungsattaché nach Washington. Foto: Nicola Pitaro (VBS)

Korpskommandant Daniel Baumgartner verlässt die Armee und fliegt als Verteidigungsattaché nach Washington. Foto: Nicola Pitaro (VBS)

Verteidigungsattaché in Paris oder in Washington: Das sind die Traumposten jener, die im ­Ausland militärdiplomatischen Dienst leisten wollen. Dem Aussendepartement (EDA) zugeordnet, verrichten die Attachés dann ihren Dienst, in der Regel für vier Jahre. Die Ausbildung dauert sechs Monate. Wer auf einen der 18 Schweizer Aussenposten geschickt wird, verdient gutes Geld. Die Schweizer Verteidigungsattachés gehören der 29. Lohnklasse an, von 38, die es bei der Bundesverwaltung gibt. Das bedeutet einen Monatslohn von fast 15'000 Franken. Korpskommandant Daniel Baumgartner verdiente bisher deutlich mehr. Er gehört als Ausbildungschef der Schweizer Armee zur Lohnklasse 36 und bekommt so über 300'000 Franken im Jahr.