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Die Rede zur Lage der Nationen

Kate Tempest aus London rappte sich in Zürich ganz ohne Band durch ihr bravouröses neues Album «Let Them Eat Chaos». Es war ein Wutanfall im dichterischen Urzustand.

Da spricht keine Diseuse, sondern eine Musikerin: Kate Tempest solo auf der Bühne des Mascotte. Foto: Dominique Meienberg
Da spricht keine Diseuse, sondern eine Musikerin: Kate Tempest solo auf der Bühne des Mascotte. Foto: Dominique Meienberg

Die Lichter blenden auf, als gelte es, eine Band zu beleuchten. Doch zu sehen ist nur das helle Gesicht von Kate Tempest, das sich an ein einzelnes Mikrofon presst, und ein Kranz aus orangeblonden Locken. Es ist Sonntagabend im ausverkauften Mascotte am Bellevue, und die 30-jährige Rapperin ist aus Reykjavik hergeflogen, wo sie in der Nacht zuvor aufgetreten ist. Bloss das ganze Equipment der Band ist nie in Zürich angekommen. «Aber wir haben ja mich ­dabei», sagt Tempest und legt a cappella los. Drei Viertelstunden rappt sie sich wuchtig und präzis auf den imaginären Beat durch ihr neues Album: «Let Them Eat Chaos», das gilt nachgerade für junge Künstlerinnen auf Tournee.

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