2011-03-12 14:33

«Man konnte sich nicht auf den Beinen halten»

Interview

Der Schweizer Fotograf Andreas Seibert hat das Erdbeben in Tokio direkt erlebt: Niemand weiss, ob Nachbeben folgen werden.

«Wir haben zum Glück ein Haus, das relativ stabil gebaut ist»: Andreas Seibert gehört damit zu den wenigen Menschen.

(Bild: Keystone)

Herr Seibert, Sie leben mit Ihrer Familie in Tokio. Wie haben Sie das Erdbeben erlebt?
Es war extrem, sehr laut – und es hat vor allem lange gedauert. Ich war im Büro im zweiten Stock, als alles zu rütteln anfing. Es gibt ja oft Erdbeben in Tokio, aber das hier hat eindeutig länger als sonst gedauert. Ich ging erst runter in den ersten Stock, und als das Beben stärker wurde, rannte ich in den Garten hinaus. Da haben die Gebäude links und rechts zu wackeln begonnen. Überall klapperte es, die Fenster klapperten, die Bäume wackelten.

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Der 40-jährige Schweizer Fotograf Andreas Seibert lebt seit 1997 in Tokio und arbeitet für viele internationale Publikationen.