2019-08-12 12:50

Zurückgetreten und doch wieder da

Die Männertour steht vor dem grössten Comeback des Jahres. Andy Murray akzeptiert eine Wild Card für das Masters-1000-Turnier in Cincinnati nächste Woche.

Sechs Monate nach seinem vermeintlich letzten Match gegen Roberto Bautista Agut gibt Andy Murray sein Comeback.

Sechs Monate nach seinem vermeintlich letzten Match gegen Roberto Bautista Agut gibt Andy Murray sein Comeback.

(Bild: Keystone Hamish Blair)

Im Januar war er eigentlich schon zurückgetreten. Andy Murray kündigte unmittelbar vor dem Australian Open an, er werde nach dem Turnier wegen seiner andauernden Hüftprobleme zurücktreten, und als er dann in der Startrunde gegen Roberto Bautista Agut verloren hatte, wurde zu seinen Ehren ein emotionales Video eingespielt.

Murray unterzog sich dann seiner zweiten Hüftoperation, primär um für den Rest des Lebens wieder normal gehen zu können. Wettkampftennis auf höchstem Niveau mit einem künstlichen Gelenk – es schien ein Ding der Unmöglichkeit. Doppelspezialist Bob Bryan, der erste Spieler, der nach seiner solchen Operation wieder zurückgekommen war, bestärkte den Schotten aber darin, es noch einmal zu versuchen.

Als er über einige Monate schmerzfrei war, startete er zuerst im Doppel und gewann unter anderem mit Feliciano Lopez den Titel im Londoner Queens Club, später spielte er auch noch das Mixed in Wimbledon mit Serena Williams. Für ein Comeback im Einzel sei es noch zu früh, sagte er damals, die Prognose hat sich nun ins Positive verändert.

Allzu viel erwarten darf man im US-Bundesstaat Ohio von Murray vermutlich noch nicht. Allein, dass er überhaupt wieder dabei ist, sind grossartige News für den dreifachen Major-Sieger und die ganze Szene.

mke