2016-08-17 12:21

Ein Verdächtiger auf freiem Fuss

Im Fall Boppelsen hat die Staatsanwältin eine der vier verhafteten Personen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Hinweistafel zur neu gegründeten Firma für Transport und Lohnarbeit in Utzigen BE. Im Hintergrund das Stöckli, wo der Hauptverdächtige und seine Ehefrau wohnten.

Hinweistafel zur neu gegründeten Firma für Transport und Lohnarbeit in Utzigen BE. Im Hintergrund das Stöckli, wo der Hauptverdächtige und seine Ehefrau wohnten.

(Bild: Stefan Hohler)

Der 25-jährige Christian K. aus dem Berner Oberland ist heute aus der Haft entlassen worden. Der Schweizer war im Zusammenhang mit den beiden Tötungsdelikten in Boppelsen ZH und Utzigen BE Anfang Juni festgenommen worden. Sein Vater hatte gegenüber dem «Tages-Anzeiger» gesagt, sein Sohn sei unschuldig.

Der Grund für die Festnahme war, dass er mit dem 26-jährigen Hauptverdächtigen Thomas K. (sie sind nicht verwandt) am 1. April 2016 eine Firma für Transporte und Lohnarbeit gegründet hatte und so ins Visier der Polizei geriet. Er und der Hauptverdächtige hätten dabei das gleiche Handy genutzt, sagte sein Vater. Die zuständige Staatsanwältin will sich zu den Gründen der Freilassung nicht äussern; das Verfahren gegen den Mann laufe aber weiter.

Noch drei Personen in Untersuchungshaft

Im Zusammenhang mit den beiden Tötungsdelikten in Boppelsen und in Utzigen sitzen somit noch drei Personen in Haft: die beiden Hauptverdächtigen Thomas K. und ein 33-Jähriger aus dem Kanton Solothurn sowie die Ehefrau von Thomas K. Die beiden Hauptverdächtigen waren am 6. Juni in Deutschland festgenommen worden.

In beiden Tötungsdelikten spielte ein Fahrzeug eine Rolle. Im Fall Boppelsen war es ein roter Lastwagen, im Fall Utzigen vermutlich ein weisser BMW. In Boppelsen wurde der Besitzer des Lastwagens auf der Probefahrt von den beiden noch inhaftierten Männern erschlagen. In Utzigen hat die Polizei Ende Juli neben dem gemieteten Stöckli von Thomas K. und seiner Frau die Leiche eines vermissten und vermutlich erschossenen Mannes gefunden. Auch bei diesem Tötungsdelikt hatte ein Auto, ein weisser BMW, eine Rolle gespielt. Der Mann soll Thomas K. Geld geschuldet haben.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet