2016-04-11 12:21

Überraschung bei Zürcher Luxusschulhaus

Das als «Luxusprojekt» kritisierte Schulhaus Blumenfeld in Zürich-Affoltern ist günstiger gebaut worden als budgetiert. Und zwar deutlich.

  • loading indicator

Statt wie anfangs geplant 70 Millionen Franken kostet das Zürcher Schulhaus Blumenfeld letztendlich nur noch 57 Millionen. Gespart wurde unter anderem bei Schreinerarbeiten und der Verglasung.

Auch die Altlastensanierung war mit weniger Aufwand verbunden als erwartet, teilte die Stadt heute Montag mit. Zahlreiche Aufträge an Handwerker und Bautechniker hätten zudem günstiger vergeben werden können. Dass das Schulhaus ursprünglich zum «Luxusprojekt» wurde, liegt aber auch an der Ungenauigkeit der Kostenvoranschläge.

Für verschiedene Arbeiten seien deutlich höhere Kosten veranschlagt worden, schreibt die Stadt. Dass das Projekt letztendlich 13 Millionen Franken günstiger ist, bezeichnet die Stadt selber aber als unerwartet.

Auslöser für Kostensenkungsprojekt

Das Schulhaus Blumenfeld war einer der Auslöser für das Projekt «Baukosten Hochbau überprüfen», mit dem die Kosten für städtische Bauten gesenkt werden sollen.

Gegenwärtig plant die Stadt mit dem Schulhaus Schauenberg – ebenfalls im stark wachsenden Stadtteil Affoltern – das erste Schulgebäude, das unter neuen Vorzeichen gebaut wird.

Gespart wird unter anderem beim Platz. Im Gegensatz zum Schulhaus Blumenfeld sollen die Quadratmeter im Schulhaus Schauenberg um 15 Prozent reduziert werden. Die Stadt schätzt die Baukosten auf 43 Millionen Franken.

Getrübte Freude

Die Freude über das neue Schulhaus Blumenfeld ist allerdings im Vorfeld etwas getrübt worden, als herauskam, dass im Neubau der Platz für zwei Kindergartenklassen fehlt. Diese werden ab dem neuen Schuljahr extern im alten Zehntenhaus-Schulhaus geführt.

sda/pu