2016-08-10 09:13

Alles testosterongetriebene Dumpfbacken

Sportpsycho

Was fehlt einer Person, die boxt? Unser Sportpsycho Patrick Frey weiss es.

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Boxer sind dumm und sehr männlich.

Es ist männlich, sich einer Sportart zu widmen, bei der es ausschliesslich um die Frage geht, wer zuerst so schlimm eins an die Birne bekommt, dass die Lichter ausgehen und ein paar Tausend Hirnzellen einen Abgang machen.

Boxer sind sehr dumm. Jetzt höre ich schon: Und was ist mit ­Muhammad Ali!? Ich weiss: Muhammad Ali war die glamouröse Ausnahme. Parkinson ist zwar auch nicht ganz ohne, schlägt aber nicht auf die Intelligenz. Boxer heissen Muhammad Ali – oder sie sind testosterongetriebene Dumpfbacken und Psychopathen, die ihren Gegnern die Ohren abbeissen. Oder sie heissen Klitschko und haben so lange Arme, dass die anderen ihnen schlicht nicht bis zur Birne reichen können. Das Smarteste an Wladimir Klitschko sind aber nicht seine Arme, sondern es ist ­Hayden Panettiere.

Entweder sind Boxer bereits sehr dumm, weil sie mit diesem ­destruktiven Scheisssport angefangen haben, und werden dann noch sehr viel dümmer. Oder sie hatten vielleicht nur gerade einen dummen Tag, als sie sich für das Boxen entschieden haben, und sind dann erst richtig dummgeboxt worden. Oft trifft beides zu.

Boxer könnten natürlich mit ­Kopfschutz boxen oder mit Regeln, die gefährliche Schläge verbieten, zum Beispiel alle Schläge gegen den Kopf, aber dann wäre Boxen noch dümmer. Es wäre völlig bescheuert, zuschauen zu müssen, wie zwei Boxer vergeblich versuchen, sich mit Schlägen gegen den Körper K. o. zu schlagen. Denn ohne K. o. ist Boxen irgendwie nicht o. k., nicht so männlich.